Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)

Die akute Cholezystitis entsteht meist nach Verschluss des Ductus cysticus durch einen Stein und äußert sich mit anhaltenden rechtsseitigen Oberbauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Die Symptome können sich innerhalb weniger Stunden verschlechtern und das Alltagsleben deutlich beeinträchtigen. Die Diagnose erfolgt klinisch sowie mit Ultraschall und Labor. Die Therapie wird nach Schweregrad (z. B. Tokyo-Leitlinien), Begleiterkrankungen und OP-Risiko geplant. Diese Seite behandelt Symptome, Diagnose, Therapieoptionen und Warnzeichen.

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Kurzantwort

Die Cholezystitis ist eine Entzündung der Gallenblase, meist durch Verschluss des Ductus cysticus durch einen Stein. Anhaltende rechtsseitige Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber sind typisch. Die Diagnose stützt sich auf Untersuchung, Ultraschall und Labor. Die Therapie — notfallmäßige oder geplante OP — richtet sich nach Schweregrad, Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen.

Symptome

  • Anhaltende rechtsseitige Oberbauchschmerzen (>6 Stunden)
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Ausstrahlung in die rechte Schulter
  • Gelbsucht bei einigen Patienten

Ursachen

In den meisten Fällen verschließt ein Stein den Ductus cysticus mit Gallenstase und Entzündung. Sie kann auch ohne Steine auftreten (akalkulöse Cholezystitis), insbesondere bei Intensivpatienten, langer Nüchternheit und bestimmten chronischen Erkrankungen.

Diagnose

Rechtsseitige Oberbauchschmerzen mit positivem Murphy-Zeichen sind typisch. Der Ultraschall kann Wandverdickung, perivesikales Fluid und Steine zeigen. Erhöhte Leukozyten und CRP stützen die Entzündung. CT oder MRCP kommen bei Bedarf hinzu.

Notwendige Untersuchungen

  • Blutbild, CRP
  • Leberwerte, Bilirubin
  • Amylase, Lipase
  • Abdomensonographie
  • CT oder MRCP bei Indikation

Vergleichstabelle

BefundSymptomNotwendige UntersuchungMögliches VorgehenDringlichkeit
GallensteineSchmerzen nach fettigem Essen, BlähungenSono, LaborBeobachtung oder OPSymptomabhängig
CholezystitisAnhaltende Oberbauchschmerzen, FieberSono, CRP, LeukozytenNotfallbeurteilung / OPHoch
CholedocholithiasisGelbsucht, dunkler UrinMRCP, BilirubinERCP ± OPHoch
LeberzysteMeist asymptomatischSono, CT/MRTBeobachtung oder OPNiedrig–Mittel
EchinokokkoseDruckgefühl, Schmerzen rechter OberbauchSono, CT/MRT, SerologieMedikamente ± OPMittel

Therapieoptionen

Die Therapie richtet sich nach Schweregrad und Allgemeinzustand: Antibiotika, intravenöse Flüssigkeit und eine zeitgerechte Operation. In ausgewählten Fällen wird eine frühzeitige laparoskopische Cholezystektomie bevorzugt; bei nicht operationsfähigen Patienten kann eine perkutane Drainage erwogen werden.

Wann ist eine Operation erforderlich?

Ein großer Anteil der Patienten mit akuter Cholezystitis wird zu einem geeigneten Zeitpunkt operiert. Ob frühzeitig oder nach Abklingen der akuten Phase, hängt vom Schweregrad, den Begleiterkrankungen und der Einschätzung des Teams ab.

Wann zur Notaufnahme?

  • Starke Bauchschmerzen über mehr als 6 Stunden
  • Fieber und Schüttelfrost
  • Gelbsucht, dunkler Urin
  • Anhaltendes Erbrechen
  • Bewusstseinstrübung

Häufig gestellte Fragen

Antibiotika können die Entzündung zunächst kontrollieren; bei verbleibenden Steinen ist das Rückfallrisiko hoch — daher wird bei geeigneten Patienten operiert.

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Kontakt & Termin

Sie können vorhandene Ultraschall-, MRCP-, CT/MRT-, Laborbefunde oder den Entlassungsbericht teilen, um eine erste Einschätzung zum Verlauf zu erhalten. Eine endgültige Beurteilung erfordert eine klinische Untersuchung sowie die notwendigen Befunde.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Patientenaufklärung und ersetzen weder eine Diagnose, eine Behandlung noch eine Operationsentscheidung. Eine für Sie geeignete Beurteilung ist erst nach einer ärztlichen Untersuchung und den erforderlichen Befunden möglich.

Letzte Aktualisierung: 27 Haziran 2026Medizinische Inhaltsprüfung: Op.Dr.Gökhan ATEŞ