Was ist eine ERCP? Gallenwegsabklärung in Antalya
Die ERCP ist ein interventionelles endoskopisches Verfahren bei Gallengangsteinen, Verschlussikterus, Gallengangsengen und biliiärer Pankreatitis. Ziel ist die direkte Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge und, wenn nötig, die Behandlung in derselben Sitzung. In Antalya bewertet Op. Dr. Gökhan ATEŞ MRCP-Befunde, Laborwerte, Begleiterkrankungen und das klinische Bild gemeinsam, um Notwendigkeit und Zeitpunkt einer ERCP zu planen.
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Bei der ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) werden Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang mit einem über den Mund eingeführten Seitblick-Endoskop dargestellt; in derselben Sitzung können Steine entfernt, ein Stent eingelegt oder eine Enge geweitet werden. Sie kommt bei Gelbsucht, Gallengangstein, Gallengangsenge oder biliiärer Pankreatitis infrage. Die Entscheidung treffen Gastroenterologie und Allgemeinchirurgie gemeinsam anhand von MRCP, Laborwerten und Allgemeinzustand.
Wann ist eine ERCP notwendig?
- Stein im Hauptgallengang (Choledochus) und Verschlussikterus
- Biliäre Pankreatitis (durch Gallensteine ausgelöste Bauchspeicheldrüsenentzündung)
- Gallengangsengen
- Gallenleck nach einer Operation
- Stentbedarf bei Gallengangstumoren
Wie läuft eine ERCP ab?
Der Eingriff erfolgt in Sedierung oder leichter Narkose. Über Mund, Magen und Zwölffingerdarm wird ein Seitblick-Endoskop vorgeschoben; nach Kontrastmittelgabe werden Gallen- und Pankreasgang unter Röntgenkontrolle dargestellt. In derselben Sitzung sind Steinentfernung, Papillenerweiterung (Sphinkterotomie) und Stenteinlage möglich.
Unterschied zwischen ERCP und MRCP
Die MRCP ist ein rein diagnostisches Bildgebungsverfahren ohne Kontrastmittelinjektion. Die ERCP erlaubt Diagnostik und Therapie, hat aber ein höheres Komplikationsrisiko. Deshalb wird die ERCP heute meist therapeutisch für ein in der MRCP bereits gesichertes Problem geplant.
Risiken
- Post-ERCP-Pankreatitis
- Blutung (besonders nach Sphinkterotomie)
- Infektion (Cholangitis)
- Selten Darmperforation
- Allgemeine Narkoserisiken
Nach der ERCP
Nach dem Eingriff werden Patientinnen und Patienten eine Zeit lang überwacht; Bauchschmerzen und Enzymwerte werden kontrolliert. Bei komplikationslosem Verlauf ist die Entlassung oft am Folgetag möglich. Bei ERCP wegen Gallensteinen wird anschließend meist die laparoskopische Gallenblasenentfernung empfohlen, um ein Wiederauftreten zu vermeiden.
Wann in die Notaufnahme?
- Starke, anhaltende Bauchschmerzen
- Fieber und Schüttelfrost
- Bluterbrechen oder schwarzer Stuhl
- Rasch zunehmende Gelbsucht
Häufig gestellte Fragen
Der Eingriff erfolgt in Sedierung oder leichter Narkose, daher verspüren Patientinnen und Patienten in der Regel keine Schmerzen. Danach können kurzzeitig Halsschmerzen und Bauchbeschwerden auftreten.
Bestehen gleichzeitig Gallenblasen- und Gallengangsteine, wird nach der endoskopischen Steinentfernung häufig die laparoskopische Entfernung der Gallenblase empfohlen; das senkt das Rezidivrisiko.
Die Post-ERCP-Pankreatitis ist die häufigste schwerwiegende Komplikation. Das Risiko ist individuell unterschiedlich und wird durch vorbeugende Maßnahmen und sorgfältige Patientenauswahl gesenkt.
Die ERCP wird heute nur bei behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten bevorzugt. Da die MRCP zur Diagnostik sicherer ist, wird bei geeigneten Personen zuerst eine MRCP geplant.
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